Mit einer Foto-Aktion am Rande der heutigen
Pressekonferenz der Öl-Wirtschaft kritisiert Agenda X - Das junge
Zukunftsnetzwerk - die fossile Sackgasse, in der die Öl-Wirtschaft
noch immer weitere Expansion sucht.

"Wir anerkennen die Leistungen der Öl-Wirtschaft für unsere
moderne Gesellschaft, aber über 30 Jahre Diskussion über die Grenzen
des Wachstums, Klimawandel und Umweltschutz sind lange genug für die
Branche, die Zeichen der Zeit zu erkennen und in neue saubere,
sichere und leistbare erneuerbare Energie zu investieren", erklärt
Alexander Trinkl, Vorsitzender von Agenda X - Das junge
Zukunftsnetzwerk.

In diesem Sinne kritisiert Agenda X die heute bekannt gegebene
Förderung für Ölheizungen durch die Ölwirtschaft als Sackgasse für
die Öl-Industrie, den Klimaschutz und die Haushalte.

Preisfalle für die KonsumentInnen: Die Öl-Ressourcen sind begrenzt
und die Nachfrage wird weltweit steigen, spätestens wenn die
Wirtschaftskrise überwunden ist. Zusätzlich hat sich gezeigt, dass
die globale Ölwirtschaft dieses Spannungsfeld für massive
Preisspekulationen nutzt.

Fehlinvestition für die Öl-Wirtschaft: Die Ölnachfrage wird sich
zunehmend in Bereiche verlagern, wo neue Technologien noch nicht
ausreichend bzw. rasch verfügbar sind, beispielsweise Verkehr und
Industrie. Mit absehbaren Preissteigerungen wird der Haushaltsmarkt
zugunsten von Energiesparmaßnahmen wie Dämmung und erneuerbaren
Energietechniken, wie Solarthermie und Biomasse, wegbrechen.
Öl-Heizungen sind sowohl für die Öl-Industrie als auch für die
KonsumentInnen als Fehlinvestition einzustufen.

Globale Verantwortung für Klima-, Umwelt- und Artenschutz muss
gerade auch von einer sehr starken Industrie wahrgenommen werden.
Fatale Eigeninteressen sind der falsche Weg, um in einer
globalisierten Welt für das 21. Jahrhundert weiter erfolgreich sein
zu können. Gleichzeitig muss die Erreichung der Kyoto-Ziele und der
Ausbauziele für erneuerbare Energien Maßstab der Gegenwart sein.

Agenda X fordert, genauso wie bei Glühbirnen, ein Verbot von neuen
Öl-Heizungen und die Weichenstellung zugunsten von umweltfreundlichen
Heiztechnologien, auf Basis von Biomasse und Solarthermie, sowie
Wärmedämmung und Energiesparmaßnahmen.

"Wir fordern die österreichische Öl-Industrie auf, sich weiter zu
entwickeln und Öl dort zu forcieren, wo es noch eine sinnvolle Rolle
spielen kann. Das Ziel muss sein, gemeinsam an einer sauberen,
sicheren und leistbaren Energiezukunft mitzuwirken, anstatt
kurzfristig in Märke zu investieren, die sie ohnedies absehbar
verlieren werden.", schließt Trinkl.